Kartoffelsuppe in der Brotschale

Unsere Foodiegruppe backt und kocht

Kartoffelsuppe in der Brotschale

Der letzte gemeinsame Restaurantbesuch unserer Foodiegruppe vor Ort liegt in der Zwischenzeit schon fast ein halbes Jahr zurück. Kurz danach mussten die Restaurants wieder für Besucher schließen und auf Liefer- und Abholservice umstellen. Im letzten Jahr hatten wir während des pandemiebedingten ersten Lockdowns noch einige virtuelle Restaurantbesuche durchgeführt, aber irgendwie fehlt uns allen dafür in der Zwischenzeit die Motivation, denn es ist einfach nicht dasselbe.

So beschlossen wir vor kurzem, uns in einmal einem anderen Rahmen zu treffen und virtuell miteinander zu kochen. Hierbei ist zwar auch jeder für sich allein aber man hat doch viel mehr das Gefühl etwas gemeinsam zu unternehmen, als das beim Verzehr von gelieferten oder abgeholten Speisen vor der Kamera der Fall ist.

Als Rezept hatten wir etwas Aufwändigeres und für meine normalen Kochgewohnheiten auch “exotischeres” ausgesucht. Es sollte eine klassische Kartoffelsuppe geben, die in Suppenschalen aus Brotteig serviert wird. Natürlich sollten dabei die Brotschalen selbt gebacken werden.

Da Backen nicht so meins ist, Anne aber sehr viel Freude daran hat, freute ich mich auch schon auf gute Teamarbeit mit meiner Backexpertin. Nur hatten wir beim Abstimmen des Termins wohl übersehen, dass Anne an diesem Wochenende beruflich in Brienz und gar nicht in Karlsruhe sein wird und den Part des Backens somit gar nicht übernehmen kann.

Es hört sich für viele von Euch vielleicht albern an, aber so begab es sich, dass ich in die Verlegenheit kam, das erste Mal in meinem Leben alleine zu backen. Denn auch die Idee das ich irgendwo zum Kochen und Backen in Person dazustoßen konnte wurde durch die erneute Ausgangssperre ab 21:00 Uhr zunichtegemacht. Aber nun gut, man muss sich ab und zu auch neuen Herausforderungen stellen.

Beim Zubereiten des Teiges merkte ich ganz schnell, dass ich mit meinem Laissez-faire-Kochstil, was Mengenangaben betrifft, nicht weit kommen werde. Mein Hefeteig war lange Zeit einfach viel zu flüssig und zu klebrig, sodass ich ganz schnell den routinierten Pizza-, Brot- und Kuchenbäckern in der virtuellen Runde hinterherhinkte.

Bis ich meinen ersten Hefeteig dann doch in den Griff bekommen habe, hatten die anderen schon das komplette Gemüse geschnippelt und die Suppe köchelte bereits auf dem einen oder anderen Herd fröhlich vor sich hin. Aber beim Gemüseschneiden konnte ich ordentlich aufholen, auch dadurch das ich es mir zur Gewohnheit gemacht habe immer junge Kartoffeln zu kaufen und diese ungeschält zu verwenden.

Glücklicherweise war auch mein Teig aufgegangen bis ich die Suppe vorbereitet hatte. Beim Formen und Kneten der Teiglinge für die Suppenschalen stellte ich mich gefühlt dann auch nicht mehr ganz so dämlich an, wie beim Teigrühren. Und als die eingeschnittenen Brötchen im Backofen dann Form annahmen, verspürte ich doch so was wie Stolz, denn ich hatte das erste Mal etwas selbst gebacken.

Auch das Abheben des Teigdeckels und das nachfolgende Aushöhlen der Suppenschalen funktioniere dann ohne weitere Komplikationen und so hielt auch ich, mit nur ein paar Minuten Verspätung, bald eine dampfende und lecker duftende Kartoffelsuppe in der Brotschale für den gemeinsamen Screenshot in den Händen. Und als beides dann auch noch sehr gut schmeckte war ich sehr glücklich.

Vorbereitet
Vorbereitet
Teiglinge
Teiglinge
Gemüse
Gemüse
Eingeschnitten
Eingeschnitten
Zoom Konferenz
Zoom Konferenz
Kartoffelsuppe
Kartoffelsuppe
Brotschalen
Brotschalen